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Im Kino: „Rare Exports: A Christmas Tale“

Rare Exports

Ein Weihnachtsmann mit Hörnern? Der wird wohl kaum Geschenke verteilen, sondern nur die Rute hervorholen, wenn er nicht gar Schlimmeres im Sinn hat. Aber ist das, was der elfjährige Pietari in einem alten Buch erblickt, nicht sowieso nur Folklore? Was hingegen die Arbeiter, die für eine amerikanische Minengesellschaft Probebohrungen im Norden Finnlands machen, entdecken, bleibt für ihn und seinen Freund, die sich in das abgezäunte Gebiet eingeschlichen haben, erst einmal offen. Doch die Herde toter Rentiere, die sie kurz vor Weihnachten in der Nähe entdecken, lässt auf nichts Gutes schließen. Um ihr weihnachtliches Exportgut betrogen, versuchen die Einheimischen, aus dem bärtigen alten Mann, der sich kurz darauf in einer ihrer Fallen verfängt, herauszubekommen, was hier eigentlich los ist. Doch der kann oder will nicht reden.
Für alle, die der Weihnachtskitsch (im Kino und überhaupt) nervt, bietet dieser finnische Film eine willkommene Abwechslung. Regisseur Jalmari Helander, bekannt geworden mit Werbespots und Musikvideos, hat sein Spielfilmdebüt als Mischung aus Horrorfilm und schwarzer Komödie angelegt. Was am Ende als „Rare Exports“ von Finnland aus in die Welt verschickt wird, das muss man schon selber sehen, um es zu glauben.

Text: Frank Arnold

Foto: Mika Orasmaa

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Rare Exports: A Christmas Tale“ im Kino in Berlin

Rare Exports: A Christmas Tale (Rare Exports), Finnland/Norwegen/Frankreich/Schweden 2010; Regie: Jalmari Helander; Darsteller: Onni Tommila (Pietari), Jorma Tommila (Rauno), Per Christian Ellefsen (Riley); 84 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 23. Dezember

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