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Im Kino: "Ratchet & Clank"

Im Kino: "Ratchet & Clank"

Früher drehte man zuerst einen Film und überlegte anschließend, ob man dessen Popularität nicht irgendwie sonst noch vermarkten könnte. Actionfiguren und Puppen vielleicht, oder gar ein Videospiel? Mittlerweile ist die Kinoindustrie an einem Punkt angekommen, wo der Spielfilm nur noch einen kleinen Teil des gesamten Merchandising-Konzepts darstellt und die Fans dessen Charaktere längst aus anderen Zusammenhängen kennen: Actionfiguren und Puppen vielleicht, oder gar ein Videospiel?
"Ratchet & Clank" ist letzteres, eine Mischung aus Jump ‘n Run und Abenteuer, beliebt seit fast 15 Jahren. Hauptfiguren sind der Mechaniker Ratchet, ein Lombax, der mit seiner spitzen Schnauze und den großen Ohren einer Art Wüstenfuchs ähnelt, und der kleine Roboter Clank, die gemeinsam immer wieder Schurken in der Galaxis bekämpfen müssen. Angesichts dieser Prämisse fällt der an das Originalspiel von 2002 angelehnte Plot um eine Auseinandersetzung mit den kriegerischen Blargs und ihrem Anführer Drek nicht sonderlich originell aus, sondern plumpst eher in die Kategorie eines leidlich kreativen Umgangs mit den guten Ideen anderer Leute und Filme.
Dafür punktet der Animationsfilm von Kevin Munroe und Jericca Cleland mit netten Hauptfiguren und einem selbstironischen Humor, der das Superhelden-Business nicht allzu ernst nimmt. Was bei allem Unbehagen über die Reihenfolge der Verwertungskette im Filmgeschäft dann doch zumindest hinreichend unterhaltsam wirkt.

Text: Lars Penning

Foto: Constantin Film

Orte und Zeiten: Ratchet & Clank

Ratchet & Clank USA 2016, 94 Min., R: Kevin Munroe, Jericca Cleland

Kinostart: Do, 28. April 2016

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