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Im Kino: „Remedy“

Remedy

Zu behaupten, dass BDSM im Mainstream angekommen ist, wäre zu hoch gegriffen. Doch nicht erst der Erfolg der „50 Shades of Grey“-Reihe hat sexuelle Spielarten wie Bondage, Discipline, Dominance, Submission, Sadism und Masochism, aus denen das Akronym BDSM geformt wird, auch einem breiteren Publikum bekannt gemacht. In Cheyenne Picardos Debütfilm „Remedy“ verarbeitet die junge Regisseurin eigene Erlebnisse, die sie während ihrer Studienzeit in einer Mischung aus Zufall und Neugier in die Welt der BDSM führten. Dort arbeitete sie ebenso wie die Hauptfigur ihres Films zunächst als Domina, bevor sie sich in zunehmend unterwürfigen Formen der Sexualität versuchte. In diesem Spiel von Erniedrigung, Macht und Unterwerfung bewegt sich auch „Remedy“, in dem in lose strukturierten Szenen der schleichende, vor allem psychologische Wandel der Hauptfigur skizziert wird. Ohne zu bewerten schildert Picardo diese Welt, vergisst bei aller Distanz jedoch manchmal eine „fesselnde“ Dramaturgie.

Text: RFD

Foto: dйjа-vu film

Orte und Zeiten: „Remedy“ im Kino in Berlin

Remedy, USA 2013; Regie: Cheyenne Picardo, Darsteller: Kira Davies, Ashlie Atkinson, Monica Blaze, 119 Min.

Kinostart: Do, 22. Januar 2015

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