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Im Kino: „Repo Men“

Repo_ManWer allerdings mit den Zahlungen dafür in Verzug gerät, dem kann es passieren, dass ihm das neue Herz aus dem lebendigen Leib gerissen wird. Das ist die Aufgabe der Repo Men, die im Dienst der allmächtigen Union arbeiten, die den Organhandel unter Kontrolle hat. Doch als Repo Man Remy (Jude Law) eines Tages nach einem Herzinfarkt selber mit einem neuen Herz aufwacht, das er bald nicht mehr bezahlen kann, wird er selber vom Jäger zum Gejagten. Was wie ein sarkastischer Kommentar zu aktuellen gesellschaftlichen Tendenzen beginnt und dabei noch durchaus an den Tonfall von Paul Verhoevens „RoboCop“ erinnert, wird allzu schnell zu einem beliebigen Actionfilm, in dem der Held kurz vor Schluss ein Dutzend Gegner mit Samuraischwerter und Säge niedermäht – mit Songuntermalung (der debütierende Regisseur Miguel Sapochnik stammt aus der Musik- und Werbeclipbranche). In „Repo Men“, baukastenartig zusammengesetzt aus vielen bewährten Elementen, findet sich die eine oder andere bemerkenswerte Szene, aber definitiv kein Spannungsbogen.

Text: Frank Arnold
tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: Repo Men“ in Berlin im Kino

Repo Men USA 2010; Regie: Miguel Sapochnik; Darsteller: Jude Law (Remy), Forest Whitaker  (Jake), Alice Braga  (Beth); 111 Minuten

Kinostart: 3. Juni

NEUSTARTS IN BERLIN

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