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Im Kino: „Results“

Results

Die Geräusche, die man macht, wenn man „in Form kommen“ will, ähneln sehr denen beim Sex. Man keucht, man stöhnt, und wenn die Übung gelungen ist, ist man erschöpft und glücklich zugleich. Andrew Bujalski lässt seine Komödie „Results“ mit dieser akustischen Pointe beginnen: Noch wissen wir nicht, wer da gerade mit was zugange ist. Es stellt sich aber bald heraus, dass es in dem texanischen Studio Fit4Life um Wellness in einem umfassenden Sinn geht.
Das liegt auch an der attraktiven Trainerin Kat (Cobie Smulders, bekannt aus „How I Met Your Mother“). Sie soll dem depressiven Multimillionär Danny (Kevin Corrigan) zu mehr „shape“ verhelfen. Der hintertreibt seine Bemühungen allerdings mit Pizza, Whiskey und Pot. Da die Übungen in Dannys Haus stattfinden, kommt es zu einer heiklen Situation. Für Trevor (Guy Pearce), den Betreiber von Fit4Live, geraten dadurch private und geschäftliche Dinge durcheinander. Denn er hat eine Menge für Kat übrig, um nicht zu sagen (was er nie zugeben würde): Er liebt sie.
Andrew Bujalski ist bisher vor allem mit schrägen, kleinen Komödien aufgefallen, für die das ironische Stichwort „Mumblecore“ gebräuchlich ist: Leute, die kaum ein Wort herausbringen, versuchen irgendwie, etwas aus ihrem prekären Sozialleben zu machen. Mit „Results“ macht Bujalski nun einen Schritt in Richtung Mainstream, und er spielt auch ganz deutlich mit dem Genre der romantischen Komödie. Dies alles vor dem Hintergrund eines typisch amerikanischen Gesellschaftspanoramas, mit sexuellen und anderen Optionen in alle Richtungen, und den entsprechenden Schwierigkeiten, sich auf etwas einzulassen. „We’re screwed“, wir sind ganz schön bedient, sagt Trevor irgendwann erschöpft, und es klingt wie die einzige Liebeserklärung, die nach diesem trotz seines Themas angenehm entspannten Film denkbar ist.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Ryan Green/ Peri­pher Film­ver­leih

Orte und Zeiten: „Results“ im Kino in Berlin

Results, USA 2015, Regie: Andrew Bujalski; Darsteller: Guy Pearce, Cobie Smulders, Kevin Corrigan; 105 Minuten

Kinostart: Do, 25. Februar 2016

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