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Im Kino: „Ruhet in Frieden“

Ruhet in Frieden

Im Buchladen sind Lawrence Blocks Romane um Matt Scudder, Privatdetektiv ohne Lizenz, echte Hits, doch „Ruhet in Frieden“ ist nach „8 Millionen Wege zu sterben“ (1986) erst die zweite Verfilmung; nach Jeff Bridges spielt nun Liam Neeson Scudder. Sein Ex-Cop, der „Leuten Gefallen tut“ und dafür „manchmal Geschenke bekommt.“ wird von einem reichen Drogen-Dealer (Dan Stevens) angeheuert, dessen Frau entführt und zerstückelt wurde. Zögerlich macht sich Scudder auf die Suche nach den Tätern, bald ist klar, dass die weiter morden werden.
Zum Ende überlädt Regisseur Scott Frank seinen gelegentlich etwas holprig erzählten Film, doch Neeson überzeugt als kompetenter wie melancholischer Ermittler, der längst zuviel gesehen hat. Wer hier eine „96 Hours“-Variante erwartet, wird enttäuscht: Das grimmige Krimi-Drama erinnert eher an Noir und das Hollywood der 70er, die oft brutale Gewalt bleibt verstörende Andeutung.

Text: Thomas Klein

Foto: Atsushi Nishijima / Universum Film

Orte und Zeiten: „Ruhet in Frieden“ im Kino in Berlin

Ruhet in Frieden (A Walk Among the Tombstones), USA 2014; Regie: Scott Frank; Darsteller: Liam Neeson (Matt Scudder), Dan Stevens (Kenny Kristo), Boyd Holbrook (Peter Kristo); 115 Min.

Kinostart: Do, 13. November 2014

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