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Im Kino: „Salad Days 1980-1990: A Decade Of Punk in Washington D.C.“

Salad Days

Dort hießen die musikalischen Antihelden Bad Brains, Minor Threat oder Fugazi, und sie machten sich ähnlich einflussreich, aber schon ein paar Jahre früher, ihren eigenen Reim auf die gerade verhallte Punk-Ära. Schlüsselfigur der Doku über diese Szene ist Ian MacKaye (Minor Threat, Fugazi, Dischord-Label), außerdem kommen weniger prominente Musiker zu Wort, von Bands wie Teen Idles, The Slinkees oder Scream. Ähnlich wie ein Fanzine werden die zahlreichen Interviews mit Zeitungsausschnitten und Tourpostern aus Privatarchiven bebildert; vergleichsweise rar gesät sind verwackelte Konzertmitschnitte, die eine Ahnung von der wilden Energie der Hardcore-Pioniere wecken. Das passt ästhetisch zwar zum Underground-Thema, doch wirkt die detailgenaue Doku auch etwas trocken und wortlastig. Genrefans aber werden sich über die Materialfülle über ein noch vergleichsweise wenig bekanntes Kapitel der US-Rockgeschichte freuen.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Jim Saah

Orte und Zeiten: „Salad Days 1980-1990“ im Kino in Berlin

Salad Days 1980-1990: A Decade of Punk in Washington, D.C., USA 2014; Regie: Scott Crawford; 109 Minuten

Kinostart: Do, 07. Mai 2015

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