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Im Kino: „Schändung“

Schändung

Ging die Verfilmung des dänischen Erfolgskrimis „Erbarmen“  (nach Jussi Adler-Olsen) vor zwei Jahren noch als halbwegs annehmbar durch, erweist sich bereits der Nachfolger „Schändung“ als nervtötende Masche. Erneut ermitteln Kommissar Carl Mшrck und sein Assistent Hafez el-Assad in einem wieder aufgenommenen Mordfall, erneut gibt der joviale el-Assad das Gegenstück zum psychotisch-gequälten Mшrck.
Dabei erscheinen die polizeilichen Ermittlungen diesmal als totaler Witz – das würden selbst Räuber und Gendarm spielende Kinder deutlich besser hinbekommen. Vielleicht hatte Regisseur Mikkel Nшrgaard ja so etwas wie eine perverse Variante von „Pat und Patachon im Morddezernat“ im Sinn. Der Rest – bourgeoise Schurken und skandinavische Dauertristesse in gehobener Fernsehoptik – ist ein einziger Klischeealbtraum.

Text: Lars Penning

Foto: Christian Geisnaes  / NFP

Orte und Zeiten: „Schändung“ im Kino in Berlin

Schändung (Fasandraeberne), Dänemark/Deutschland/Schweden 2014; ?Regie: Mikkel Nшrgaard; Darsteller: Nikolaj Lie Kaas (Carl Mшrck), Fares Fares ?(Assad), Pilou Asbжk (Ditlev Pram); ?120 Min.

Kinostart: Do, 15. Januar 2015

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