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Im Kino: "Schellen-Ursli"

Im Kino: "Schellen-Ursli"

Die spannendsten Szenen, sagt der zehnjährige Filmtester, seien jene, in denen der Junge fast von der vereisten Brücke stürzt, und die mit dem Wolf. Action muss eben sein in dem Alter. Ansonsten habe der Kinderspielfilm "Schellen-Ursli"  einige Längen, doch so sei das nun mal in der Schweiz, da gehe ja alles ruhiger zu. Dafür sähen die Naturaufnahmen sehr echt aus, vor allem die Lawine. Glaubwürdigkeit, auch das ein Kriterium, auf das Kinder dieses Alters achten.
Lob für die Verfilmung des Schweizer Kinderbuchklassikers "Schellen-Ursli" von Selina Chönz und Alois Carigiet. Die Adaption glänzt mit einigen Special Effects, weniger traditioneller Kleidung und einem Naturverständnis, in dem ein Wolf ein Freund werden kann. Das Spiel der Darsteller Jonas Hartmann als Ursli, Julia Jeker als schlaues Mädchen Seraina und sogar das des Theaterschauspielers Marcus Signer als Urslis Vater mag Erwachsene vielleicht nicht vollends überzeugen, doch Kindern kommt es auf die Handlung an. Die dreht sich um Arm und Reich, Lüge und Wahrheit. Und darum, wie sich der mehrfach betrogene Ursli sein Recht verschafft. In einer eisigen Winternacht klettert er heimlich auf die verlassene Alm, um sich fürs Frühlingsfest zu holen, was ihm eigentlich versprochen war: die größte Glocke von allen.

Text: Claudia Wahjudi

Foto: DCM

Orte und Zeiten: Schellen-Ursli

Schellen-Ursli CH 2015, 100 Min., R: Xavier Koller, D: Jonas Hartmann, Peter Jeckling, Julia Jeker, Herbert Leiser

Kinostart:
Do, 24. März 2016

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