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Im Kino: "Schrotten!"

Im Kino: "Schrotten!"

Bereits vor Jahren hat Mirko Talhammer seiner Familie den Rücken gekehrt und versucht sich seither mit windigen Verträgen als Versicherungsvertreter. Seine Familie, das sind "Schrottis", stolze Schrotthändler seit mehreren Generationen – und diese mehr als robuste Herkunft streift man nicht so ohne weiteres ab. Als der Vater stirbt, erbt Mirko die Hälfte des nicht gerade florierenden Betriebes und hat wegen notorischer Geldknappheit natürlich nichts Besseres im Sinn als den Hof zügig dem großmäuligen Konkurrenten Kercher zu verkaufen. Ausgerechnet Kercher, der nichts unversucht lässt, die Talhammers in den endgültigen Ruin zu treiben! Doch vorher einigt sich Mirko mit seinem Bruder Letscho darauf, noch den letzten, vom Vater selig geplanten Coup durchzuziehen: den Diebstahl eines gesamten Zugwaggons. Doch leider bekommen Kercher und seine Schergen Wind von der Sache.
Die Handlung von Regisseur Max Zähles Langfilmdebüt ist nicht viel mehr als eine hanebüchene Räuberpistole. Was den Film über das deutsche Komödieneinerlei hinaushebt, das sind die sehr liebevoll ausformulierten und äußerst passend besetzten Figuren rund um den Schrottplatz mit so schönen Namen wie Letscho, Träumchen oder Luzi. Und die werden mit viel Schmackes und Spaß am versifften Outfit von Vollblutschauspielern wie Heiko Pinkowski ("Ich bin dann mal weg"), Frederick Lau ("Victoria"), Anna Bederke ("Schlussmacher") und Lars Rudolph ("Er ist wieder da") gespielt. Und mittendrin: Lucas Gregorowitz ("Lammbock", "Das Wunder von Bern") als Mirko, der irgendwann auch kapiert, wo er eigentlich hingehört.     

Text: Martin Schwarz

Foto: Port Au Prince

Orte und Zeiten: Schrotten!

Schrotten! D 2016, 96 Min., R: Max Zähle, D: Lucas Gregorowitz, Frederick Lau, Anna Bederke

?Kinostart: Do, 5. Mai 2016

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