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Im Kino: „Shootout – Keine Gnade“

Shootout - Keine Gnade

Was in „The Expendables“ schon zweimal höchst unterhaltsam funktionierte, nämlich das Zusammenwirken alter Actionfilm-Veteranen mit jüngeren Stars vom Schlage eines Jason Statham im selbstironischen Genrekontext, haut hier in der Kinoadaption des Comicbuchs „Du plomb dans la tкte“ („Bullet to the Head“) von Matz (i.e. Alexis Nolet) ganz und gar nicht hin. Zwar taugt Sylvester Stallones zerknautschte Visage durchaus zur Darstellung einer Cartoonfigur, doch mit affig-überheblichem Macho-Gebaren, Schlafzimmerblick und Lutscher im Mund а la Kojak wirkt er in diesem verkorksten Buddy-Movie nicht lustig, sondern bloß lächerlich. Während er in der Rolle eines Söldners äußerst brachial gegen kriminelle Immobilienspekulanten in New Orleans vorgeht, ermittelt sein uncharismatischer Partner Sung Kang als korrekter Cop mit Smartphone. Walter Hills kraftlose Inszenierung, blöde deutsche Dialoge, sowie ein unbeholfen agierender Oberschurke aus Afrika tragen zum peinlichen Gesamteindruck des Films bei. Christian Slater als korrupter Anwalt bekommt keine Chance, sein darstellerisches Talent auszuspielen. Die gute Nachricht: „The Expendables 3“ ist schon in Arbeit.

Text: Ralph Umard

Foto: 2012 Constantin Film Verleih GmbH

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Shootout – Keine Gnade“ im Kino in Berlin

Shootout – Keine Gnade (Bullet to the Head), USA 2012; Regie: Walter Hill; Darsteller: Sylvester Stallone (James Bonomo/Jimmy Bobo), Sung Kang (Taylor Kwon), Sarah Shahi (Lisa Bonomo); 92 Minuten; FSK 16

Kinostart: 7. März

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