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Im Kino: „Sieben verdammt lange Tage“

Sieben verdammt lange Tage

Obwohl keiner von ihnen wirklich religiös ist, zwingt die zentrale Institution jüdischer Trauerkultur die existentiell und geographisch separierten Anverwandten, sieben Tage im Hause ihrer Kindheit aufeinander zu hocken und sich mit den Entwürfen, Wünschen, Problemen und Neurosen der jeweils anderen zu befassen. Die Partner der Beteiligten, diverse Verflossene und eine hypersexuelle Psychoanalytiker-Mutter komplettieren das Personal dieser Tragikomödie, in deren Verlauf allerhand Geheimnisse aus der familiären Mottenkiste in klassischen Fremd-Schäm-Momenten geborgen werden. „Sieben verdammt lange Tage“ bleibt zwar psychologisch an der Oberfläche, die Radikalkur des gar nicht so traurigen Trauer-Sitzens, in deren Verlauf die entfremdete Familie schließlich zueinander findet, ist dennoch unterhaltsam in Szene gesetzt.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: 2014 Warner Bros. Entertainment Inc. / Courtesy of Warner Bros. Pictures

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Sieben verdammt lange Tage“ im Kino in Berlin

Sieben verdammt lange Tage (This Is Where I Leave You), USA 2014; Regie: Shawn Levy; Darsteller: Jason Bateman (Judd Altman), Tina Fey (Wendy Altman), Jane Fonda (Hilary Altman); 103 Min.

Kinostart: Do, 25. September 2014

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