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Im Kino: „Slow Food Story“

Slow Food Story

Carlo Petrini, genannt Carlin, ist ein Prophet des guten Essens. Auf ihn geht die Bewegung „Slow Food“ zurück, die traditioneller italienischer Küche wieder zu ihrem Recht verhelfen sollte. Denn sie war bedroht von billigem Olivenöl, gepanschtem Wein und Industriemozzarella. Heute ist „Slow Food“ mit den befreundeten Initiativen wie „Terra Madre“ ein Imperium, und Petrini ist einer der weltweit gefragtesten Redner auf Kongressen zu Biodiversität, gesunder und guter Ernährung und Bewahrung überlieferter Küche. Stefano Sardo zeichnet in „Slow Food Story“ diese Geschichte einer Bewegung nach; es ist ein wohlwollendes, leicht werbliches Porträt, in dem nur am Rande auch kritische Stimmen auftauchen. Manchen ist bei „Slow Food“ inzwischen zu viel Business im Spiel. Besonders interessant ist alles, was die Frühzeit betrifft: Denn Petrini und seine Freunde kommen aus der italienischen Linken, die Kommunismus und Genuss immer gut zusammendenken konnte. Ob das heute auch noch so ginge, wäre eine gute Frage, für die aber keine Zeit ist.

Text: Bert Rebhandl

Foto: 2013 Pandastorm Pictures GmbH

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Slow Food Story“ im Kino in Berlin

Slow Food Story, ?Italien/Irland 2013; Regie: Stefano Sardo; 76 Minuten; ?FSK 0

Kinostart: 10. Oktober

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