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Im Kino: „Song From The Forest“

Song From The Forest

Was bringt einen US-Amerikaner dazu, aus dem Dickicht der Großstadt in den zentralafrikanischen Urwald auszuwandern? Die Liebe zur Musik: Als Louis Sarno im Radio Gesänge der Bayaka-Pygmäen hört, ist er derart fasziniert, dass er 1985 mit einem Tonbandgerät ins Kongobecken reist, um fortan unter den dort ansässigen Sammlern und Jägern zu leben und ihre Musik aufzuzeichnen. Der Film zeigt den asketisch lebenden Musik-Ethnologen in seiner Wahlheimat, wo er einen Sohn gezeugt hat, den er mitnimmt zum Besuch bei seiner Familie in New Jersey und beim alten Studienfreund Jim ?Jarmusch. Auf dem Soundtrack sind wechselweise Musik der Bayaka und eine Messe für vier Stimmen des Renaissance-Komponisten William Byrd zu hören, auf der Bildebene wechseln ungemütlich, grau und kalt wirkende Aufnahmen aus der Stadt mit grün und vergleichsweise gemütlich wirkenden Bildern aus dem Regenwald, der durch Abholzung und Wilderer bedroht ist.

Text: Ralph Umard

Foto: Tondowski Films

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Song From The Forest“ im Kino in Berlin

Song from the Forest, Deutschland 2013; Regie: Michael Obert; 100 Min.

Kinostart: Do, 11. September 2014

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