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Im Kino: „Spuren“ mit Adam Driver

1977 setzte sich die junge Australierin Robyn Davidson in den Kopf, die australische Wüste zu durchkreuzen. Rund 2?700 Kilometer zu Fuß von Alice Springs bis zum Indischen Ozean nur in Begleitung ihres Hundes und von vier Kamelen. Nun ist aus dieser Erfahrung mit „Spuren“ ein Film geworden, der Mia Wasikowska in der Hauptrolle im Rhythmus des Kamelgangs bei ihrer anstrengenden Herausforderung folgt. Konventionell geradeaus, aber mit eindrucksvollen Bildern der fotogenen Landschaften erzählt, wird die meditative Einsamkeit dabei nicht nur von Zufallsbegegnungen wie mit einem hilfsbereiten Aborigine unterbrochen. Wiederholt gibt es auch Begegnungen mit dem Fotografen Rick (Adam Driver aus „Girls“), den ihr der Sponsor an die Fersen geheftet hat. Im Grunde schultert Wasikowska den Film jedoch im Alleingang als mutige, zielstrebige, dickköpfige Abenteurerin, deren Persönlichkeit letztlich leider nicht wirklich tief ausgeleuchtet wird.   

Text: Sascha Rettig

Foto: 2014 Ascot Elite Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Spuren“ im Kino in Berlin

„Spuren“ (Tracks), ?Australien 2013; Regie: John Curran; Darsteller: Mia Wasikowska (Robyn Davidson), Adam Driver (Rick Smolan), Rainer Bock (Kurt Posel); 112 Minuten; FSK 6; Kinostart: 10. April

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