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Im Kino: „The Stepfather“

Kein schlechter Filmanfang: Ein Mann rasiert sich seelenruhig vor dem Spiegel, ordnet noch ein paar letzte Dinge und verlässt ein Haus für immer – ein Haus, in dem die Leichen der restlichen Familienmitglieder liegen. David Harris (wie er sich später nennen wird) ist ein Psychopath mit Fantasien von einer perfekten Familie. Dafür drängt er sich jungen geschiedenen Müttern auf. Werden sie und ihre Kinder seinen Vorstellungen nicht gerecht, müssen sie sterben, und die Geschichte beginnt an einem anderen Ort von Neuem.
Nach „Prom Night„, dem drögen Remake eines Nichtklassikers, war man eigentlich auf das Schlimmste gefasst beim zweiten Kinofilm von Nelson McCormick. Zumal das Original „Kill, Daddy, Kill“ (1987) ein kleines Juwel des B-Films ist, dicht und schnörkellos erzählt, zugleich ein Seitenhieb auf die perfekte amerikanische Familie. Das akzeptable Remake ist zwar ein Update, wenn es Handys dramaturgisch einsetzt, aber von einer inhaltlichen Weiterentwicklung kann man kaum sprechen, auch wenn der Sohn sich hier mit seiner schwierigen Vater-Beziehung auseinandersetzen darf.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Stepfather“ im Kino in Berlin 

The Stepfather, USA 2009; Regie: Nelson McCormick; Darsteller: Dylan Walsh (David Harris), Sela Ward (Susan Harding), Penn Badgley (Michael); Farbe, 101 Minuten

Kinostart: 31. Dezember

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