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Im Kino: „Straßensamurai“

Straßensamurai

Es ist ein Leben am Limit, an der Grenze zur körperlichen und rechtlichen Unversehrtheit. Was sind das für Menschen, die sich diesem Druck aussetzen und warum? Samer Halabi Cabezуn, selbst erfahrener Kampfsportler, hat alte Freunde und deren Bekannte mit der Kamera begleitet und sie nach ihrer Motivation befragt. Mit unaufgeregten und bedächtigen Bildern kommen die Sicherheitskräfte zu Wort. Szenen mit Gewalt werden erzählt, nicht gezeigt.
Körperliche Auseinandersetzungen sind aber eh nur ein Nebenaspekt des Filmes. „Es kommt ja auch im seltensten Fall zu Gewalt. Es ist ein Spiel“, sagt Oli Schmidt, einer der Protagonisten. Leider stellt der Film nur Türsteher aus der alternativen Szene vor, von Clubs wie dem Gretchen, Cassiopeia oder dem About:Blank. Dort ist das Stresspotential eh eher gering. Der Film porträtiert daher nicht die gesamte Türsteherszene Berlins, sondern nur ein bestimmtes Umfeld. Das ist informativ, aber nicht repräsentativ und leider auf Dauer ein wenig langweilig.

Text: RFD

Foto: Atimos Productions / Shane Thomas McMillan

Orte und Zeiten: „Straßensamurai“ im Kino in Berlin

Straßensamurai, Deutschland 2015; Regie: Samer Halabi Cabezon; 71 Minuten

Kinostart: Do, 08. Oktober 2015

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