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Im Kino: „Tage, die bleiben“

Tage, die bleiben

Der abrupte Unfalltod einer Buchautorin führt zum Ausbruch schwelender Konflikte in ihrer Familie. Die pubertierende Tochter reagiert mit Trotz und Wut, der erwachsene Sohn mit Verbitterung, der Vater sucht Trost im Bett seiner Geliebten. Minutiös zeigt der Film ihre Emotionen in der Zeit vom Unglück bis zum Begräbnis; man sieht, wie der Verlust einer nahe­stehenden Person dazu führt, dass Menschen über ihr eigenes Dasein nachdenken. Der nüchterne, gar nicht rührselige Realismus des Geschehens und gute Hauptdarsteller schaffen eine solche Nähe zu den Protagonisten, dass man beinahe meint, selber zur Familie zu gehören.

Text: Ralph Umard

Foto: Toccata Film

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Tage, die bleiben“ im Kino in Berlin

Tage, die bleiben, Deutschland 2011; Regie: Pia Strietmann; Darsteller: Götz Schubert (Christian Dewenter), Max Riemelt (Lars Dewenter), Mathilde Bundschuh (Elaine Dewenter); 106 Minuten; FSK 12

Kinostart: 26. Januar

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