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Im Kino: „Talea“

Talea

Doch in ihrem Fall ist es umgekehrt. Denn ihre Mutter Eva war im Gefängnis, und Jasmin lebt inzwischen bei einer Familie, in der sie eigentlich gut aufgenommen wurde. Nach der Haftentlassung  wäre ein Gelegenheit für Eva, zu Jasmin wieder eine Beziehung herzustellen. Doch sie entzieht sich, und so liegt es ganz an dem Mädchen, eine Situation zu provozieren, in der die Mutter nicht ausweichen kann. Die österreichische Regisseurin Katharina Mückstein erzählt in „Talea“ (bedeutet „Sprössling“) von dieser Beziehung, in der jeder leichte Moment unter dem Druck einer schwierigen Vergangenheit steht. Nina Proll ist einmal mehr vorzüglich in der Rolle der Eva, und Sophie Stockinger verleiht Jasmin eine verletzliche, unbeirrbare Glaubwürdigkeit. Ein sensibler Film über vergeudete und wiedergefundene Jugend.

Text: Bert Rebhandl

Foto: La Banda Film (Quelle)

Orte und Zeiten: „Talea“ im Kino in Berlin

Talea, Österreich 2013; Regie: Katharina Mückstein; Darstller: Nina Proll (Eva), Sophie Stockinger (Jasmin), Philipp Hochmair (Stefan); 75 Min.

Kinostart: Do, 11. Dezember 2014

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