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Im Kino: „Ted 2“

Ted 2

Ted is back: der Plüschbär, der einst zum Leben erwachte und seinem Besitzer, dem kleinen John, ein lebenslanger Buddy wurde, der obszöne Sprüche von sich gab, der zockte, soff und herumhurte und damit unser Bild von knuddeligen Plüschtieren gehörig auf den Kopf stellte, ist mittlerweile mit seiner menschlichen Freundin und Arbeitskollegin Tami-Lynn verheiratet. Nach einem heftigen Streit folgt er einer bewährten Versöhnungsformel: „Lass uns ein Baby haben!“ Als der dafür vorgesehene Samenspender, der von Ted und John hochverehrte einstige „Flash Gordon“-Star Sam Jones (der sich wieder selber spielt) dieses Ansinnen ablehnt, muss John ran. Aber dann wird Ted mitgeteilt, dass er gar kein Mensch sei und deshalb auch nicht Vater werden könne. Ob die frischgebackene Juristin Samantha das für ihn vor Gericht wirklich durchfechten kann? Hat sie mehr drauf, als mit den beiden Kindsköpfen zu kiffen? Zumal die Gegenseite einen Starjuristen aufbietet und auch der psychotische Donny, der Ted einst entführte, wieder auftaucht, diesmal mit einem aberwitzigen Plan und einem mächtigen Verbündeten im Hintergrund.
Der anarchische Humor des Originals, das 2012 ein Überraschungserfolg war, mit dem Seth MacFarlane, dem Schöpfer provokanter TV-Animationsserien wie „Family Guy“ und „American Dad“ der Sprung ins Kino gelang, ist diesmal ein wenig gebremst durch die Diskussionen über Familienwerte und das Pathos, wenn es um das Einklagen der Bürgerrechte von Ted geht. Dafür gibt es u.a. einen vergnüglichen Kurzauftritt von Liam Neeson, der in MacFarlanes vorangegangenem „A Million Ways to Die in the West“ den Schurken spielte.

Text: Frank Arnold

Foto: Universal Pictures

Orte und Zeiten: „Ted 2“ im Kino in Berlin

Ted 2, USA 2015; Regie: Seth MacFarlane; Darstelller: Mark Wahlberg (John Bennett), Amanda Seyfried (Samantha Jackson), Jessica Barth (Tami-Lynn)

Kinostart: Do, 25. Juni 2015

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