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Im Kino: „Tod den Hippies!! Es lebe der Punk“

Tod den Hippies!! Es lebe der Punk

Die Filme von Oskar Roehler sind Arbeit im Bergwerk seiner Biografie, so auch „Tod den Hippies!! Es lebe der Punk“, der in die frühen 80er-Jahre führt. Robert (Tom Schilling), Roehlers Alter Ego, schmeißt die Schule und zieht von der westdeutschen Provinz nach Berlin. Eine Reihung kruder Klischees ist der Wessiland-Einstieg des Films, doch hat man das überstanden und ist mit Robert glücklich in Berlin gelandet, gelingt es Schilling, Hannelore Hoger als Roberts Mutter, Samuel Finzi als dessen Vater und Emilia Schüle als Stripperin Sanja, das anfangs Schablonenhafte der Story durch glaubwürdiges Schauspiel niederzuringen. Der Plot: Robert putzt in einer Peepshowspelunke, lernt die Helden der Subkultur im Risiko kennen, stiehlt seinem Vater Geld und plant den Einstieg ins Drogengeschäft. Seinen surreal inszenierten Albträumen entflieht Robert, indem er in einer großartigen Schlussszene als Reprise von Rimbaud durch die ägyptische Wüste fährt.

Text: Stefanie Dörre

Foto: Nik Konietzny / X Verleih AG

Orte und Zeiten: „Tod den Hippies!! Es lebe der Punk“ im Kino in Berlin

Tod den Hippies!! ?Es lebe der Punk, Deutschland 2015; Regie: Oskar Roehler; Darsteller: Tom Schilling (Robert), Wilson Gonzalez Ochsenknecht (Schwarz), Emilia Schüle (Sanja); 105 Minuten

Kinostart: Do, 26. März 2015

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