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Im Kino: „Trash“

Trash

Richard Curtis würde man aufgrund seiner bisherigen Drehbücher („Notting Hill“) und Inszenierungen („Tatsächlich … Liebe“) nicht unbedingt in den Slums von Rio de Janeiro vermuten. Und doch ist genau dies der Schauplatz von „Trash“, den Curtis nach einer Romanvorlage geschrieben, aber nicht inszeniert hat. Das liegt in den Händen von Stephen Daldry. Herausgekommen ist – wie in so vielen Filmen der britischen Produktionsfirma Working Title – ein populistisches Märchen, das die Härte der Lebensumstände seiner Protagonisten oft als Staffage benutzt. So überzeugt der Film eher in seinen Action-Sequenzen und Hetzjagden durch die engen Gassen der Favela als durch seine Figuren. Die Darsteller des Kindertrios, das wegen einer auf der Müllkippe gefundenen Brieftasche ins Visier eines kaltblütigen Polizisten und des hinter ihm stehenden korrupten Kommunalpolitikers gerät, machen ihre Sache allerdings so gut, wie man es von Regisseur Daldry („Billy Elliott“) erwarten konnte.

Text: Frank Arnold

Foto: Universal Pictures

Orte und Zeiten: „Trash“ im Kino in Berlin

Trash, Großbritannien 2014; Regie: Stephen Daldry; ?Darsteller: Rickson Tevez (Raphael), Eduardo Luis (Gardo), Gabriel Weinstein (Rato); 114 Minuten

Kinostart: Do, 18. Juni 2015

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