Kino & Stream

Im Kino: „Twelve“

Twelve

Der stille junge Mann, den alle White Mike nennen, verkauft in Manhattan Marihuana an ehemalige Schulkameraden, die reiche Brut der New Yorker Oberschicht, gelangweilte Teenager zwischen Schönheits-OPs und Status-Sex: Man pumpt sich mit Steroiden oder der neuen Wunderdroge Twelve voll. Ein erheblicher sozialer Druck, der Opfer fordert: White Mikes Cousin wird erschossen beim Versuch, einen Dealer auszunehmen. Nur Alpha-Tiere wie Sara Ludlow scheinen von den Entwürdigungen und Tragödien unberührt. Wichtig ist Sara nur, dass ihre bevorstehende Party zum 18. Geburtstag ein gewaltiges, unvergessliches Fest wird.
Was White Mike darüber denkt und fühlt, was gerade passiert ist oder gleich geschehen wird, erklärt ein Erzähler aus dem Off. So erzählt Regisseur Joel Schumacher eine im Kern banale Geschichte: Das Elend reicher Kinder haben Bret Easton Ellis oder Jay McInerey in den Achtzigern packender skizziert als der 17-jährige Nick McDonnell in seinem Roman „Twelve“; Schumachers Film bleibt eine TV-Version von „Unter Null“ voll überflüssiger Rückblenden und herbeigeredeter Bedeutsamkeit.

Text: Thomas Klein

Foto: Myles Aronowitz

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Twelve“ im Kino in Berlin

Twelve, USA 2010; Regie: Joel Schumacher; Darsteller: Chace Crawford (White Mike), Emma Roberts (Molly), Rory Culkin  (Chris); 95 Minuten

Kinostart: 14. Oktober

Mehr über Cookies erfahren