Kino & Stream

Im Kino: „The United States of Hoodoo“

The United States of Hoodoo

Auf Spurensuche nach spirituellen Quellen und zeitgenössischen Ausdrucksformen afrikanischer Kultur in den USA tourt der Autor und einstige Wahlberliner (1996-2006) Darius James durch sein Heimatland und redet mit verschiedenen Leuten, vor allem über den Einfluss von Voodoo auf die Alltags- und Popkultur. Nebenbei setzt er sich mit dem Tod und Erbe seines Vaters auseinander und äußert sich über Belangloses, etwa wenn er wiederholt über die Hitze in New Orleans klagt. Mit stockender Stimme stellt er seinen Gesprächspartnern unpräzise Fragen, auch die unoriginelle Bildgestaltung mit zu vielen langen Großaufnahmen von sprechenden Köpfen lähmt das Interesse beim Zuschauer. Zu Wort kommen eine jüdische Voodoo-Priesterin, Maler, Musiker, Kostümbildner und der renommierte Schriftsteller Ishmael Reed. Man plaudert über die Blueslegende Robert Johnson und seinen Pakt mit dem Dämon Legba, über Sklaverei, Religion und Kochrezepte. Die meisten Unterhaltungen wirken oberflächlich und tragen kaum zur Vertiefung des Themas oder zur Inspiration bei. Es springt kein spiritueller Funke über.

Text: Ralph Umard

Foto: Stoked Film Produktion

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „The United States of Hoodoo“ im Kino in Berlin

The United States of Hoodoo, Deutschland 2012; Regie: Oliver Hardt; 104 Minuten; FSK 0

Kinostart: 26. Juli

Mehr über Cookies erfahren