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Im Kino: „Vergiss Dein Ende“

Vergiss dein Ende

Hannelore (Renate Krößner) hat die Nase voll: Seit Jahren pflegt sie ihren demenzkranken Mann Klaus, eine stressige Situation, in der kein Dank zu erwarten ist. Erschöpft, gleichermaßen depressiv wie lebenshungrig besteigt sie einen Zug und überlässt Klaus dem ziemlich überforderten Sohn Heiko (Eugen Krößner). Der spürt nun erstmals richtig, wie das so ist mit Waschen, Füttern und Windelwechsel bei einem Menschen, der nicht mehr der ist, den man früher kannte. Hannelores Kurzschlusshandlung ist der Ausgangspunkt des Dramas „Vergiss dein Ende“, einer HFF-Diplomarbeit von Nico Woche (Drehbuch) und Andreas Kannengießer (Regie), die mit einer differenzierten Charakterisierung der verschiedenen Figuren und erstklassigen schauspielerischen Leistungen eines erfahrenen Ensembles zu gefallen weiß. Allein, dass die Filmemacher der Kraft der Ausgangssituation nicht völlig vertrauen und ein wenig überambitioniert versuchen, das Drama stets noch toppen zu wollen, bringt die Geschichte geringfügig aus dem Gleichgewicht.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Vergiss dein Ende“ im Kino in Berlin

Vergiss dein Ende, Deutschland 2011; Regie: Andreas Kannengießer; Darsteller: Renate Krößner (Hannelore), Dieter Mann (Günther), Hermann Beyer (Klaus); 93 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 22. September

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