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Im Kino: „Victoria“

Victoria

Sie nennen sich Sonne, Blinker, Boxer und Fuß. Sie sind nachts unterwegs, runter in einen Club, raus aus einem Club. Sonne (Frederick Lau) hat ein Mädchen angesprochen, und Victoria (Laia Costa) stromert nun mit ihnen noch ein wenig durch die Gegend. Denn es lohnt sich nicht mehr so richtig, ins Bett zu gehen. In ein, zwei Stunden muss sie das Cafй aufschließen, in dem sie am nächsten Tag arbeitet. Doch es kommt ganz anders, für Victoria wird die Begegnung mit den vier Jungs alles über den Haufen werfen, was ihr Leben bisher ausgemacht hat.
Sebastian Schipper („Absolute Giganten“) hat mit „Victoria“ eine außergewöhnliche filmische Erfahrung geschaffen: Die 140 Minuten dieser Geschichte, in deren Mittelpunkt ein Banküberfall steht, wurden in einer kontinuierlichen, ungeschnittenen Bewegung gedreht. Häufig bringen solche starken formalen Manöver einen Film aus der Balance – hier ist das nicht so. Erst zum Ende hin lässt „Victoria“ erkennen, dass sich kühne Genre-Idee und die konkreten Realitäten der Stadt nur durch einen erzählerischen Kraftakt zusammenfügen lassen.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Senator Filmverleih

Orte und Zeiten: „Victoria“ im Kino in Berlin

Victoria, Deutschland 2015; Regie: Sebastian Schipper; Darsteller: Laia Costa (Victoria), Frederick Lau (Sonne); 139 Minuten

Kinostart: Do, 11. Juni 2015

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