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Im Kino: „Voll abgezockt“

Voll abgezockt

Sie heißt Sandy, Marla oder Diana. Und sie kauft gern ein. Ob Unmengen an Haarspray, einen Aquajet für den Vorgarten oder beim Tequilaexzess in einer Bar die Gesellschaft von Fremden. Bezahlen müssen dafür allerdings andere. In „Voll abgezockt“ schlüpft Melissa McCarthy in die Rolle einer Trickbetrügerin aus Miami, die Identitäten stiehlt und fremde Kreditkarten bis an die Pleitegrenze belastet. Das geht so lange gut, bis sie damit beinahe einen Familienvater namens Sandy Bigelow Patterson aus Denver ruiniert. Der nämlich fährt persönlich nach Florida und will sie mit nach Colorado nehmen, um seinen Ruf und den neuen Job in einer Finanzfirma zu retten. Aus dieser Ausgangssituation entwickelt sich „Voll abgezockt“ zum Roadmovie, das sein Komikpotential zunächst aus der Gegensätzlichkeit der beiden Hauptfiguren schöpft und letztlich zum etwas ausgiebig menschelnden Buddy-Movie wird. Jason Bateman gibt dabei souverän den vernunftbestimmten Durch­schnitts­typen und bildet ein gut funktionierendes Duo mit McCarthy, die mit vollem Körpereinsatz hinlangt und so hysterisch komisch ist, dass sie den Film mit seinem schwächelnden Skript mühelos schultert und doch noch in die Unterhaltsamkeit rettet.

Text: Sascha Rettig

Foto: Universal Pictures

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Voll abgezockt“ im Kino in Berlin

Voll abgezockt (Identity Thief), USA 2012; Regie: Seth Gordon; Darsteller: Jason Bateman (Sandy Patterson), Melissa McCarthy (Diana), Amanda Peet (Trish Patterson); 111 Minuten; FSK 12

Kinostart: 28. März

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