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Im Kino: „Voll verzuckert“

Voll verzuckert

Damon Garreau macht einen Selbstversuch: Zwei Monate lang will der australische Filmemacher, der sich bislang zuckerarm ernährt hat, jeden Tag Lebensmittel zu sich nehmen, in denen das Äquivalent von 40 Teelöffeln raffiniertem Zucker enthalten ist. Und zwar nicht in Form von Fastfood, Süßigkeiten und Softdrinks, sondern in Nahrung, die uns die Lebensmittelindustrie gern als gesund anpreist. Am Ende hat Garreau achteinhalb Kilo zugenommen, seine Leberwerte sind miserabel, und er wäre auf dem besten Weg, sich eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes zuzuziehen. Und auch wenn die wissenschaftliche Aussagekraft beschränkt und der Ansatz der Dokumentation eher populär und unterhaltsam ist, spricht Garreau in seinem Film doch viele zentrale Punkte der Zucker-Problematik an: die Folgen für die Gesundheit natürlich, vor allem aber das Geschick großer Konzerne, sich die Biologie des Menschen zunutze zu machen, um uns alle zu Zuckerjunkies zu erziehen.

Text: Lars Penning

Foto: Universum Film

Orte und Zeiten: „Voll verzuckert“ im Kino in Berlin

Voll verzuckert (That Sugar Film), Australien 2014; Regie: Damon Gameau; 104 Minuten

Kinostart: Do, 29. Oktober 2015

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