Kino & Stream

Im Kino: „Vom Ordnen der Dinge“

Der eine fragt sich, was Schildkrötenpanzer wohl mit der kosmischen Ordnung zu tun haben könnten. Der Nächste zählt auf dem Supermarktparkplatz, ob die Autos vorwärts oder rückwärts geparkt sind. Wieder ein anderer klassifiziert südamerikanische Pfeiffrösche und gruppiert Formalinpräparate zu zoologischen Familien. Die Regisseure Jürgen Brügger und Jörg Haaßengier folgen in ihrer Dokumentation „Vom Ordnen der Dinge“ kommentarlos verschiedenen Menschen, die versuchen, privat oder beruflich Ordnung ins Dasein zu bringen.
Dabei stehen harmlose Spinner, die sich mit sinnlosen Privatstatistiken vergnügen, gleichberechtigt neben Wissenschaftlern, die zum Wohle menschlicher Gesundheit Bakterien erforschen (aber zugeben müssen, dass sich in jeder Schaufel Erde mehr unbekannte Bakterien verbergen, als man bisher überhaupt klassifiziert hat), oder neben Vermessungstechnikern, die mit großem Ernst im Dienst etwa von Hochwasserschutz ihrer millimetergenauen Arbeit nachgehen, sich dabei jedoch angesichts ständiger Veränderungen der Erde wie Sisyphos vorkommen. Sich über Leute lustig zu machen, ist allerdings selten ein gutes Konzept, und das gilt auch für diesen langweiligen Film, dessen einzige Erkenntnis darin besteht, doch bloß alles nicht so ernst zu nehmen.   

Text: Lars Penning

Foto: Movienet Film

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Vom Ordnen der Dinge“ im Kino in Berlin

Vom Ordnen der Dinge, Deutschland 2013; Regie: Jürgen Brügger, Jörg Haaßengier; 85 Minuten; FSK 0

Kinostart: 29. Mai 

Mehr über Cookies erfahren