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Im Kino: „Von Mädchen und Pferden“

Von Mädchen und Pferden

Mit Arbeiten wie „Verführung: Die grausame Frau“ und „Die Jungfrauenmaschine“ wurde Monika Treut einst als feministische, provokative Filmemacherin bekannt. Im Mittelpunkt ihres neuen, nach eigenem Drehbuch entstandenen Werks stehen zwei Mädchen aus gegensätzlichen Welten: Kathy weiß gar nicht, was ihr Pferd gekostet hat, denn das hat ihr der Vater geschenkt. Auf dem Pferdehof, auf dem die Berlinerin ihre Ferien verbringt, macht Alex ein Praktikum – allerdings bloß, weil ihre Adoptivmutter der Widerspenstigen dies als „letzte Chance“ offeriert hat. Als die Wirtin übers Wochenende zu ihrer Geliebten fährt und den beiden Teenagern den Hof anvertraut, kommen diese sich näher. Doch dann gibt es ein Problem.
Die darauffolgenden zwei Minuten sind so ziemlich die einzigen, die in die ereignisarme Handlung irgendeine Spannung bringen. Treut erzählt ihre autobiographisch inspirierte Geschichte so gemächlich, wie wohl auch der Dorfalltag in der tiefsten Provinz an der Nordseeküste abläuft. Besseres Wohlfühlkino für alle, die bei einem Film möglichst jede Aufregung vermieden wissen wollen.

Text: rfd

Foto: Salzgeber

Orte und Zeiten: „Von Mädchen und Pferden“ im Kino in Berlin

Von Mädchen und Pferden, Deutschland 2014; Regie: Monika Treut; Darsteller: Cйci Chuh (Alex), Alissa Wilms (Kathy), Vanida Karun (Nina); 82 Min.

Kinostart: Do, 04. Dezember 2014

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