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Im Kino: „White House Down“ von Roland Emmerich

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Und wieder einmal muss das Weiße Haus dran glauben. Im Zuge einer hoch konzen­trierten Tour de Force legt Roland Emmerich das zentrale, US-amerikanische Machtsymbol in Schutt und Asche. Und dann steigt ein Phönix mit dem Titel „White House Down“ daraus auf, der dazu angetan ist, einem den Glauben ans Actionfilmgenre zurückzugeben. Figuren scharf am Rande der Karikatur agieren in Szenen knapp am Rande der Farce inmitten einer wüsten Materialschlacht, die doch die wendungsreiche Handlung nicht erdrückt.

Denn auch wenn es an allen Ecken ballert, wummert und krawallt, möchte man zu gerne den Masterplan der Bösewichte erfahren, die da eines unschönen Tages den Präsidenten in seinem Heim festsetzen und das Land ins medial hektisch kommentierte Chaos stürzen. Zum Glück ist Personenschützer Cale vor Ort! Alsbald haben die Verschwörer nichts mehr zu lachen; das Publikum jedoch umso mehr, wenn es Emmerich zu folgen bereit ist, der zwischen Wahnwitz und (Selbst)Ironie auf den gültigen Kern von Genre-Klischees zielt.

Text: Alexandra Seitz

Foto: 2013 Sony Pictures Releasing GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „White House Down“ im Kino in Berlin

White House Down USA 2013; Regie: Roland Emmerich; Darsteller: Channing Tatum (John Cale), Jamie Foxx (Präsident James Sawyer), Maggie Gyllenhaal (Spezialagentin Carol Finnerty); 131 Minuten; FSK 12

Kinostart: 5. September

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