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Im Kino: „Into the White“

Into The White

Drei deutsche und zwei englische Kampfflieger treffen in einer norwegischen Berghütte aufeinander, im April 1940, als beide Nationen wetteiferten, wer zuerst das wegen seiner Erzvorräte strategisch so wichtige Norwegen besetzen würde. Inmitten der eisigen Kälte sind die feindlichen Parteien aufeinander angewiesen, auch wenn sie sich das nicht eingestehen mögen. Der britische Captain verlangt zuerst einmal nach einer Tasse Tee, da zeigt der Film schon, welchen Stellenwert er nationalen Eigenheiten beimisst. Entsprechend gibt es auf deutscher Seite den fanatischen Nazi, der stolz erzählt, dass er „60 Stunden lang am Alexan­derplatz gewartet“ hätte, bis endlich Hitler vorbeikam und sein Exemplar von „Mein Kampf“ signierte. Ein wenig gebrochen ist der Umgang mit diesen Klischees schon, aber am Ende (des auf einer wahren Begebenheit basierenden Films) triumphiert doch schlichte Menschlichkeit. Das macht den Film von Petter Nжss trotz beeindruckender Cinemascope-Bilder und der bemerkenswerten Schauspielerleistungen dann doch ein wenig vage.

Text: Frank Arnold

Foto: Capelight Pictures

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Into The White“ im Kino in Berlin

Into The White, Norwegen/Schweden/Deutschland 2012; Regie: Petter Nжss; Darsteller: Florian Lukas (Leutnant Horst Schopis), David Kross (Unteroffizier Josef Schwartz), Stig Henrik Hoff (Feldwebel Wolfgang Strunk); 100 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 31. Januar

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