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Im Kino: „Winter\s Tale“

Winter's Tale

An den erstklassigen Darstellern liegt es nicht. Die bezaubernde Jessica Brown Findlay und Colin Farrell als romantischer Held machen ihre Liebe auf den ersten Blick mit nuancierter Mimik herzergreifend nachvollziehbar. Russell Crowe als brachial-brutaler Gangsterboss und dämonischer Vasall Luzifers (Will Smith) beeindruckt mit bedrohlicher Leinwandpräsenz. Die Bildgestaltung des Filmmärchens ist gediegen. Doch eklatante Handlungsdefizite, undifferenzierte Figurenzeichnung, ein verworren orakelnder Off-Kommentar und die unplausibel zusammengewürfelte Szenenfolge verderben das Vergnügen an der mirakulösen Lovestory. Hermetik, Astrologie, Satansmythen, Märchenmotive und Kinoklischees: Drehbuchautor und Regisseur Akiva Goldsman bedient sich aller möglichen Zutaten – leider ohne Sinnzusammenhang. Wenig einleuchtend wirken auch Hinweise auf Wiedergeburt bei der Kernfrage des Films: Was wird aus uns, wenn wir sterben? Am Ende reitet Farrell auf seinem geflügelten Schimmel gen Himmel.

Text: Ralph Umard

Foto: David C. Lee / 2013 Warner Bros. Entertainment Inc. / VILLAGE ROADSHOW FILMS (BVI) LIMITED

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Winter’s Tale“ im Kino in Berlin

Winter’s Tale, ?USA 2013; Regie: Akiva Goldsman; Darsteller: Colin Farrell (Peter Lake), Jessica Brown Findlay (Beverly Penn), Jennifer Connelly (Virginia Gamely); FSK 6

Kinostart: 13. Februar

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