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Im Kino: „Wir sind die Neuen“

Wir sind die Neuen

Drei alt gewordene 68er brechen aus ihrem von Vereinzelung geprägten Alltag aus und restituieren die Wohngemeinschaft aus früheren Studententagen. Man freut sich auf ausgedehnte Rotweinnächte, Tanz in der Küche, politische Diskussionen. Doch die vormaligen Studenten, die als „die Neuen“ in ein Mietshaus ziehen, haben ihre Rechnung ohne die aktuellen Studierenden gemacht, die eine Etage darüber für ihre Examina pauken. Die Lebensform der auf Leistung getrimmten Effizienzakademiker von heute kollidiert mit der Laissez-faire-Haltung der antibürgerlichen Studenten von einst.
Ralf Westhoff lässt in seinem Film „Wir sind die Neuen“ zwei Generationen aufeinandertreffen, die wie in vertauschten Rollen agieren: Die Älteren revoltieren und feiern, während die Jungen auf Arbeit und Karriere setzen. Westhoffs sympathische Komödie verhandelt leichtfüßig sozialpolitische Probleme wie Altersarmut, Wohnungsnot und Leistungsterror. Die Dialoge mögen zuweilen etwas überkonstruiert sein, die Pointen treffen aber ins Schwarze.

Text: Christoph David Piokowski

Foto: X-Verleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Wir sind die Neuen“ im Kino in Berlin

Wir sind die Neuen, Deutschland, 2014, 91 min, Regie: Ralf Westhoff; Darsteller: Gisela Schneeberger (Anne), Heiner Lauterbach (Eddi), Michael Wittenborn (Johannes)

Kinostart: Do 17.07.2014

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