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Im Kino: „Workers“

Workers

Rafael und Lidia waren einst ein Paar. Was die beiden noch heute verbindet, ist die entfremdende Monotonie ihres jeweiligen Arbeitsalltags. Rafael, seit Jahrzehnten in einer mexikanischen Glühbirnenfabrik als Reinigungskraft beschäftigt, wird – als „Illegalem“ aus El Salvador – seine Verrentung verweigert. Lidia, schon 30 Jahre lang Hausangestellte bei einer reichen Patrona, sieht sich nach deren Ableben mit der verwöhnten Hündin Princessa als neuer Chefin und Alleinerbin konfrontiert. Erst nach dem natürlichen Tod des Tieres soll das Erbe auf die Angestellten verteilt werden. Rafael sabotiert nun den Betrieb mit der gleichen stillen Routine, die ihm sein ausbeuterischer Arbeitgeber aufbürdet. Und Lidia beschließt mit ihren Kollegen die sukzessive Ermordung der millionenschweren Windhündin.   
Josй Luis Valles findet in seinem ersten Spielfilm durch quälend lange Einstellungen eine zum Leben seiner Protagonisten adäquate Bildsprache. Die herrlich gewitzten Ausbrüche aus den Routinen entschädigen aber nicht nur die beiden „Workers“, sondern vor allem auch den Kinozuschauer für die durchaus beabsichtigten Mühen der Langweile.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: Bildkraft

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Workers“ im Kino in Berlin

Workers, ?Deutschland/Mexiko 2013; Regie: Josй Luis Valle; Darsteller: Jesъs Padilla (Rafael), Susana Salazar (Lidia), Bбrbara Perrнn Rivemar (Elisa); 122 Minuten; FSK 6

Kinostart: 12. Dezember

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