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Im Kino: „A World Not Ours“

A World Not Ours

Das Flüchtlingslager Ain al-Hilweh im südlichen Libanon ist eigentlich längst eine permanente Heimstatt für viele seiner Bewohner geworden. Seit 1948 leben hier Menschen und ihre Nachkommen, die im Zuge der Etablierung des Staates Israel ihren Besitz verloren. Als Dauerprovisorium ist Ain al-Hilweh typisch für die Situation in Palästina. Der junge Regisseur Mahdi Fleifel ist in der glücklichen Lage, dass er inzwischen in Dänemark lebt. Er kommt nur noch als Besucher in das Flüchtlingslager, und zwar regelmäßig. Halb drinnen, halb draußen, ist er in einer idealen Position, um einen ungeschönten und doch mitfühlenden Blick auf die Lebensverhältnisse von Freunden und Bekannten werfen zu können, die ihre großen Träume nicht verwirklichen können. Sie sind Gefangene, und Mahdi Fleifels Film „A World not Ours“ kann man beim Wort nehmen: Es gibt Menschen, denen die Welt ganz und gar nicht offen steht. Der Nahostkonflikt wird in dieser Dokumentation vom Rande her gesehen, umso aufschlussreicher sind Mahdi Fleifels Beobachtungen.

Text: Bert Rebhandl

Foto: mec film

tip-Bewertiung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „A Wortld Not Ours“ im Kino in Berlin

A World Not Ours (Alam laysa lana), Großbritannien/Libanon 2012; Regie: Mahdi Fleifel; 93 Min.

Kinostart: Do,  18. September 2014

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