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Im Namen Gottes – Der Evangelische Pfarrer im Film

Licht im Winter

Dass die Figur des evangelischen Pfarrers im Kino eine Domäne des skandinavischen Films ist, leuchtet ein: Ingmar Bergmans Drama „Licht im Winter“ (1963, Foto) um die schwere Glaubenskrise eines Pastors oder Carl Theodor Dreyers „Die Pastorenwitwe“ (1921), in dem sich ein angehender Pastor auf seiner ersten Pfarrstelle mit der ältlichen Witwe seines Vorgängers konfrontiert sieht, die verlangt, von ihm geheiratet zu werden, spiegeln schlicht Alltagsrealitäten religösen Lebens in den nordischen Ländern wider. Doch in der Filmreihe „Im Namen Gottes“, die im Zeughauskino die Ausstellung „Leben nach Luther. Eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses“ begleitet, laufen auch Werke, an die man nicht sofort denkt: Charles Laughtons schwarzer Albtraum „Die Nacht des Jägers“ mit Robert Mitchum als kriminellem (und falschem) Wanderprediger ist da ebenso ein Höhepunkt wie Jacques Tourneurs Americana-Western „Stars in My Crown“, in dem aufrechte Haltung und Beredsamkeit deutlich mehr Wirkung erzielen als rauchende Colts.

Text: Lars Penning

Foto: Svensk Filmindustri (SF)

Im Namen Gottes – Der Evangelische Pfarrer im Film, ?Filmreihe bis So 22.12. im Zeughauskino

www.dhm.de/kino

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