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„Infinite Space – Der Architekt John Lautner“ im Kino

Es passiert eher selten, dass in einer Dokumentation über Architektur anstelle von Kritikern und Kuratoren vor allem Auftraggeber, ausführende Handwerker und Bewohner der entsprechenden Gebäude über ihre Beziehungen zum Architekten reden. Doch genau dies macht den Reiz des Films „Infinite Space“ über den amerikanischen Architekten John Lautner (1911–1994) aus, einen Schüler von Frank Lloyd Wright. Entsprechend weniger hochgestochen, aber beileibe nicht naiv wirken die Erkenntnisse über den Baumeister, der vornehmlich moderne Wohnhäuser in Los Angeles entwarf, die sich von ihren Innenräumen her erschließen: Lautners Architektur steht für die Einbindung der Gebäude in ihre natürliche Umgebung, für – hier in wunderbaren Bildern dokumentierte – fließende Übergänge zwischen innen und außen; berühmt sind insbesondere auch seine ausladenden, sich zum Horizont hin öffnenden Dachkonstruktionen. Die Auftraggeber wussten, dass sie sich auf ein Kunstabenteuer einließen, denn geleitet wurde der Architekt stets von dem Gedanken, das Leben der Leute zu verbessern, in dem er „Wahrheit, Schönheit und unermeßlichen Raum“ schuf.

Text: Lars Penning

Foto: Salzgeber

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Infinite Space – Der Architekt John Lautner“ im Kino in Berlin

Infinite Space – Der Archtitekt John Lautner (Infinite Space: The Architecture of John Lautner), USA 2008; Regie: Murray Grigor; 91 Minuten; FSK 0

Kinostart: 21. Juli

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