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„Insidious“ im Kino

Insidious

Ein blutiger Händeabdruck auf einem Bett­laken – anders als in ihrer Kinohit-Serie „Saw“ gehen Regisseur James Wan und Autor Leigh Wannell in diesem Gruselfilm über heimtückische Dämonen sparsam mit Kunstblut um. Wan setzt verstärkt auf akustische Effekte, um eine gespenstische Stimmung zu erzeugen: knarzende Dielen, das Ticken einer Standuhr, eine schrillende Alarmanlage in der Nacht. Die Spukgestalten aus dem Jenseits suchen die fünfköpfige Familie eines Lehrers heim, über menschliche Wirtskörper drängen sie ins Dasein. Aus Genre-Motiven (Geisterhaus, Besessenheit) sowie einschlägig bekanntem Personal wie Exorzisten, Poltergeistern und einem Traumdämonen mit scharfen Krallen kreieren die Filmemacher eine versiert inszenierte düstere Horror-Show. Auf witzige Szenen zur Entspannung wurde verzichtet, nur zwei komische Ghostbuster und Tiny Tim auf der Tonspur („Tiptoe Through the Tulips“) sorgen für ein wenig Heiterkeit. Ihr erklärtes Ziel, den „furchteinflößendsten Film der Geschichte“ zu drehen, haben Wan und Wannell aber bei Weitem nicht erreicht.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Insidious“ im Kino in Berlin

Insidious, USA 2010; Regie: James Wan; Darsteller: Patrick Wilson (Josh Lambert), Rose Byrne (Renai Lambert), Barbara Hershey (Lorraine Lambert); 102 Minuten; FSK 16

Kinostart: 21. Juli

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