Kino & Stream

„Intruders“ im Kino

Intruders

Die grausigen Monster aus Kinderträumen, die immer erst dann erscheinen, wenn das Licht ausgeht, sind alte Bekannte im Horrorkino. Doch ihr Schreckenspotenzial ist heute aufgebraucht. Deshalb ließ Pixars „Die Monster AG“ (2001) diese Gestalten aus den Wandschränken zu possierlichen Plüschtieren mutieren. Um uns heute zu erschrecken, müssen Monster in der modernen Welt verankert sein. Das britische Mädchen Mia findet in einem Baumloch ein verwittertes Blatt Papier mit einer Gruselgeschichte über das „Schattengesicht“. Sie spinnt die Story weiter und wird fortan, ebenso wie der in Spanien lebende Juan, jede Nacht von einer gesichtslosen Silhouette heimgesucht. Ihr Vater (Clive Owen) setzt nun alles daran, das „Schattengesicht“ von seiner Tochter fernzuhalten.
Interessant ist, wie unterschiedlich man in den beiden Ländern bei der Monsterbekämpfung vorgeht. Während Clive Owen die Polizei ruft, um den unheimlichen Fremden festnehmen zu lassen, holt man in Spanien einen Geistlichen (Daniel Brühl) und erwägt einen Exorzismus. Die Horror-Gemeinde wird dieser seichte Gruselfilm über das Erwachsenwerden allerdings nicht ins Schlottern bringen.

Text: Jörg Buttgereit

Foto: Universal

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Intruders“ im Kino in Berlin

Intruders, USA/Großbritannien/Spanien 2011; Regie: Juan Carlos Fresnadillo; Darsteller: Clive Owen (John Farrow), Carice van Houten (Susanna), Daniel Brühl (Antonio); 100 Minuten; FSK 16

Kinostart: 19. Januar

Mehr über Cookies erfahren