Kino & Stream

„Inuk“ im Kino

Inuk

Mit dem frühen Tod seines Vaters scheint Inuk auch seine Identität verloren zu haben. Die Mutter trinkt, Inuk selbst treibt sich auf den Straßen von Nuuk herum und wird immer wieder aufgegriffen. Schließlich schickt ihn das Jugendamt in den hohen Norden Grönlands, in ein Heim nach Uummannaq. Dort lernt der Junge den Robbenjäger Ikuma kennen, und während sich die beiden zögerlich gegenseitig zum Vater-Sohn-Ersatz werden, entwickelt Inuk allmählich ein Gespür für die eigene Kultur.
„Inuk“ entstand nach einem Drehbuch von Mike Magidson und Jean-Michel Huctin in Zusammenarbeit mit den Kinderheimen in Uummannaq und Auvitec, deren Belegschaften zudem als Laiendarsteller agierten und eigene Erfahrungen in die jeweilige Rollengestaltung einfließen ließen. Entstanden ist auf diese Weise ein eher ehrenwerter denn rundum gelungener Film, der an Stelle einer klassischen Fiktionsdramaturgie eine lose gefügte Sammlung quasi-dokumentarischer Szenen bietet und seine etwas simpel gestrickte Geschichte mit wiederholten Aufnahmen von Hundegewusel und Schlittenfahrten durch endlose eisige Weiten über Gebühr in die Länge dehnt.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Neue Visionen Filmverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Inuk“ im Kino in Berlin

Inuk, Dänemark/Frankreich 2010; Regie: Mike Magdison; Darsteller: Gaba Petersen (Inuk), Ole Jшrgen Hammeken (Ikuma), Rebekka Jшrgensen (Aviaaja); 90 Minuten; FSK k.?A.

Kinostart: 7. Februar

Mehr über Cookies erfahren