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Iran droht Filmemacher Jafar Panahi

Jafar-PanahiNach Angaben der Teheraner Presse vom Dienstag hat das iranische Kultusministerium die Produktion des Films als „illegal“ bezeichnet und auch wegen der Aufführung und der Auszeichnung Protest eingelegt. Eine Sprecherin von Berlinale-Chef Dieter Kosslick erklärte dazu: „Wir würden es sehr bedauern, wenn die Vorführung von „Pardй“ juristische Folgen für die Filmemacher hätte.“

Panahi hatte am Sonntag zusammen mit seinem Co-Regisseur Kamboziya Partovi auf der 63. Berlinale den Silbernen Bären für das beste Drehbuch erhalten. Den Preis für den geheim gedrehten Film nahm Partovi entgegen, da Panahi das Land nicht verlassen darf. Der iranische Vize-Kultusminister Dschawad Schamaghdari sagte laut Medienberichten: „Im Iran müssen Filme mit Erlaubnis gedreht und auch mit Erlaubnis ins Ausland geschickt werden, daher ist die Produktion und Aufführung dieses Films illegal und dementsprechend eine Straftat.“ Panahi war wegen seiner Kritik an der iranischen Regierung im Dezember 2010 zu sechs Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufs- und Ausreiseverbot verurteilt worden. Der Filmemacher steht seitdem unter Hausarrest. Dennoch drehte er heimlich den Film „Pardй“ (hier zur Filmkritik) am Kaspischen Meer im Nordiran.

Bereits vor zwei Jahren war der Stuhl des iranischen Regisseurs in der
Berlinale-Jury leergeblieben. Zwar hatten sich Prominenz und Politik bei der iranischen Regierung für einen Festivalbesuch von Panahi eingesetzt. Aber das iranische Regime blieb hart und verweigerte die Ausreise.

Quelle: dpa/RBB

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