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Iranische Künstler protestieren

Jafar PanahiMit der Verhaftung des iranischen Regisseurs Jafar Panahi (Foto) hatte die Verfolgung kritischer Filmschaffender im Iran ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Folge war nicht nur weltweiter Protest gegen das Vorgehen der iranischen Machthaber, sondern auch ein leerer Jurystuhl bei der diejährigen Berlinale. Festivalchef Dieter Kosslick hatte Panahi als Jury-Mitglied eingeladen und dessen Stuhl demonstrativ freigehalten, als dem Filmemacher die Ausreise aus seinem Heimatland verweigert wurde.
Nun ist Panahi in Erwartung der Entscheidung der Berufungsinstanz seines Verfahrens zwar wieder auf freiem Fuß, die Drangsalierung kritischer Filmemacher im Iran geht indes unvermittelt weiter. Festnahmen und Verhaftungen sind fast an der Tagesordnung – allein im Juni und Juli 2011 wurden mit Pegah Ahangarani, Mahnaz Mohammadi und Marzieh Vafamehr drei Filmschaffende festgesetzt. Bereits im Februar 2011 wurde der Schauspieler und Dokumentarfilmer Ramin Parchami während einer Demonstration in Teheran festgenommen.
Um gegen die Machenschaften in ihrem Heimatland zu demonstrieren, haben sich nun mehrere iransiche Künstlerinnen und Künstler aus Berlin zusammen getan. Am Donnerstag, den 28. Juli 2011 trifft man sich um 19.30 Uhr auf dem Gendarmenmarkt, um mit Kunstperformances, Malerei und musikalischer Darbietung auf die  Missstände im eigenen Land aufmerksam zu machen und die eigene Solidarität mit den verfolgten Künstlern zu zeigen. Mit dabei sind u.a. Kani Alavi, Mohammad R. Mortazavi, Kaveh Ghaemi und Negar Azadmehr.

Berliner KünstlerInnen auf dem Gendarmenmarkt, Berlin-Mitte, Do 28.07.2011, 19.30 Uhr

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