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„Irma Vep“ und „Die Vampire“ im Eiszeit

Vampyr Wer ist Irma Vep? Sie ist die souveräne Meistereinbrecherin in Feuillades Stummfilm-Serienklassiker „Die Vampire“ (Bild), den Assayas in seinem gleichnamigen Film neu interpretiert, mit Hilfe seiner Hauptfigur Maggie Cheung (die sich hier selbst spielt). Doch das schlecht organisierte Set, Cheungs Unvertrautheit mit der französischen Sprache und allerlei Missgeschicke führen den Post-Nouvelle Vague-Regisseur schnell an seine Grenzen. „Irma Vep“ ist neuzeitliches Remake, verschmitzter Kommentar zur französischen Filmszene und nicht zuletzt eine verliebte Hommage des Regisseures an Hongkong-Star Maggie Cheung, die er im Latex-Kostüm über die Dächer von Paris klettern lässt.

Zusammen mit „Irma Vep“ laufen an diesem Abend eine Reihe von Feuillades Stummfilm-Shorts, deren Echo auch in Rickels psychoanalytischer Film- und Literaturstudie „Vampirismus Vorlesungen“ vernehmbar ist. Der anregende, gerade bei Brinkman & Bose erschienene Band, wählt die Filme der überaus vielfältigen Genregeschichte zum Ausgangspunkt einer freien Assoziation zum Vampirismus-Komplex.

Kino Eiszeit, Irma Vep, Sa. 26. Juli 19 Uhr, ab 21 Uhr Lesung und Les Vampires (OmU)

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