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„Iron Man2“ im Kino

Gerade hat Tony Stark (Robert Downey Jr.) der Weltöffentlichkeit noch grinsend verkündet „Ich bin Iron Man!“, da folgt für den Groß-Industriellen und Lebemann schon der schlimme Kater. Die Nebenwirkungen der High-Tech-Batterie in seiner Brust werden bald tödlich sein, Washington verlangt die Kontrolle über den Iron Man-Anzug, der schmierige Waffenhändler Hammer (Sam Rockwell) möchte Stark ans Geschäft, der tätowierte russische Bastler Ivan Vanko (Mickey Rourke) will ihm ans Leben, außerdem leidet Tony am schwierigen Verhältnis zum längst verstorbenen Vater. Material für zwei, drei, viele Filme und ein Schlüsselproblem von „Iron Man 2“. Die überladene Geschichte erzählt nichts zu Ende, Figuren und Ideen werden lediglich aufgestapelt und aneinandergereiht.
Die Reize des Vorgängers (die schnoddrige Außenseiter-Attitüde und Downeys frech-ironisches Spiel mit dem eigenen Image) fehlen, stattdessen biedert man sich mit viel digitalem Blech und der in engem Leder verpackten Scarlett Johansson beim jugendlichen Publikum an. Dazu kommt ein etwas reaktionärer Unterton, militärische Hardware, etwas Sexismus und viele heikle Sprüche – ausgeteilt in Nebensätzen gegen Iran, Nordkorea und doofe Politiker. Reichlich ernüchternd.

Text: Thomas Klein

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Iron Man2“ im Kino in Berlin

Iron Man 2, USA 2010; Regie: Jon Favreau; Darsteller: Robert Downey Jr. (Tony Stark/Iron Man), Mickey Rourke (Ivan/Whiplash), Scarlett Johansson (Natasha Romanoff/Black Widow); Farbe, 117 Minuten

Kinostart: 6. Mai

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