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„Ivory Tower“ mit Chilly Gonzales im Babylon Mitte

Chilly GonzalesEin Pop-Album mit eigenem Kinofilm gab es wohl seit „Yellow Submarine“ nicht mehr. Der kanadische Allrounder Chilly Gonzales befindet sich mit seinem ersten Kinofilm „Ivory Tower“ also in bester Gesellschaft. Wie die Songs des gleichnamigen Albums dreht sich die Geschichte um Schach, Jazz und die Spielernatur, die beides beflügeln kann. Dafür schlüpft Gonzales in die Rolle von Hershel, einem ehemaligen kanadischen Schach-Champion, der keine Lust mehr hat auf das Prinzip von Siegern und Besiegten. Stattdessen erfindet er „Jazz-Chess“, eine intuitive, quasimusikalische Spielvariante, bei der es keine Verlierer gibt. Als Gegenspieler tritt der amtierende Meister an, der ewig rivalisierende Bruder des Helden, gespielt von DJ Tiga. Der Film ist ein wenig wie die Platte: eine Mischung aus poetischem Ernst, gesunder Trashliebe und augenzwinkernder Selbstreferenz. Typisch auch die Ein­bindung von Freunden: neben Tiga etwa Peaches als Ex-Freundin und Feist in einer Mini-Rolle.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Alexandre Isard

Ivory Tower, Premiere (mit Chilly Gonzales am Piano), Babylon Mitte, Di 28.9., 20.30 Uhr (ausverkauft)

www.babylonberlin.de

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