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„Jack and the Giants“ im Kino

Jack and the Giants

„Du bist nicht der Held der Geschichte!“, hält der Schurke Roderick dem Ritter Elmont während ihres tödlichen Zweikampfes vor. Da hat er Recht, obwohl Elmont mit Ewan McGregor doch so prominent besetzt ist. Dieser selbstironische Moment ist allerdings die Ausnahme in der höchst geradlinig erzählten Version des klassischen Märchens vom Bauernburschen Jack, dessen magische Bohnen ihn direkt ins Land der Riesen führen. Dass Jack dabei die Prinzessin retten wird und schließlich heiraten darf, macht schon der Anfang dieses Films durch zweimaliges Hin-und-her-Schneiden zwischen beiden mit überdeutlicher Schwerfälligkeit klar. Danach gewinnt er allerdings an Dynamik, spätestens mit dem Auftauchen der eindrucksvoll animierten Riesen (die damit für jüngere Zuschauer zu furchteinflößend sein dürften). Zwischen klassischem Märchen und modernen Einsprengseln findet der Film einen durchaus akzeptablen Weg, wer allerdings von Regisseur Bryan Singer noch einmal so aufregendes Kino wie bei „Die üblichen Verdächtigen“ erwartet, wird diese Hoffnung wohl endgültig begraben müssen.

Text: Frank Arnold

Foto: Daniel Smith / 2013 Warner Bros. Entertainment Inc. and Legendary Pictures Funding, LLC.

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Jack and the Giants“ im Kino in Berlin

Jack and the Giants (Jack the Giant Slayer), USA 2013; Regie: Bryan Singer; Darsteller: Nicholas Hoult (Jack), Eleanor Tomlinson (Prinzessin Isabelle), Stanley Tucci (Lord Roderick); 114 Minuten; FSK 12

Kinostart: 14. März

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