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„Jack in Love“ im Kino

Jack in Love

Der untersetzte, fahlhaarige Philip Seymour Hoffman ist kein jugendlicher Liebhaber – und doch inzwischen einer der erfolgreichsten Schauspieler Hollywoods. Unter anderem erhielt er einen Oscar für die Hauptrolle in dem Biopic „Capote“. In seinem neuen Film gibt der Charakterdarsteller nun doch mal den (nicht mehr ganz so jugendlichen) Liebhaber – und führt überdies auch noch erstmals Regie. Das langsame Kammerspiel „Jack Goes Boating“ kommt ebenso wie Hoffman und seine Darsteller-Kollegen sichtlich vom Theater her. Es handelt von zwei sehr ­unterschiedlichen Paaren: der schüchterne Chauffeur Jack (Hoffman) und die ängstliche Connie (Ryan), die in einem Bestattungsinstitut arbeitet, lernen einander durch Vermittlung ihrer beiden souveräner im Leben stehenden Arbeitskollegen Clyde (Ortiz) und Lucy (Rubin-Vega) kennen. Während die Liebe der ersteren langsam, ganz langsam, aufblüht, bricht die Beziehung der letzteren allmählich in sich zusammen. Mehr als dieses Entstehen und Vergehen, diesen kleinen Ausschnitt aus dem Leben sonst unauffälliger Existenzen zeigt der Film nicht. Das ist meistens nicht aufregend – aber stellenweise schön.

Text: Catherine Newmark

Foto: K.C. Bailey

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Jack in Love“ im Kino in Berlin

Jack in Love (Jack Goes Boating, USA 2010); Regie: Philip Seymour Hoffman; Darsteller: Philip Seymour Hoffman (Jack), Amy Ryan (Connie), John Ortiz (Clyde); 89 Minuten; FSK 12

Kinostart: 24. Februar

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