Actionthriller-Sequel

„Jack Reacher: Kein Weg zurück“ im Kino

Der Trailer schneidet mal wieder atemlose ­Actionhöhepunkte aneinander, doch eigentlich geht es in den „Jack Reacher“-Filmen um etwas Anderes

Foto: Paramount Pictures and Skydance Productions

Natürlich, auch hier wird ­geschossen, gerannt, geprügelt, verfolgt und vom Dach gefallen, aber all dies hat stets eine Anmutung von solidem Handwerk und ­beweist einmal mehr, dass Actionfilme nicht zwangsläufig nach dem Overkill einer Michael-Bay-Produktion aussehen müssen.
Plot und Figurencharakterisierung rund um den sich selbst gern zum einsamen Wolf ­stilisierenden Ex-Soldaten Jack Reacher (Tom Cruise), der versucht, eine Verschwörung in Militärkreisen aufzudecken, bewegen sich in „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ zwar nicht unbedingt auf höchstem Originalitätslevel, doch auch das passt ganz gut zu dem eher traditionellen Genreverständnis, mit dem der Film operiert.
Neu ist Reachers emotionale Verwicklung, als er erfährt, dass er vielleicht Vater einer ­Tochter ist. Das wissen bald auch die Schurken, was den ebenso eigenwilligen wie ­gewitzten Teenager – Verwandtschaft hin oder her – in jedem Fall in Gefahr bringt. Modern erscheint in „Jack Reacher“ lediglich die Art und Weise, in der Personen aufgespürt werden: Wie in so vielen heutigen Filmen werden einfach ein paar Computerbildschirme gezeigt, globale Überwachung angedeutet, und fünf Minuten später steht der Killer bereits vor der Tür. Das findet heute zwar jeder plausibel, doch Problemlösungen, für die etwas mehr Gehirnschmalz benötigt werden, sind einfach schöner anzusehen.

Jack Reacher: Never Go Back (OT) USA/VRC 2016, 118 Min., R: Edward Zwick, D: Tom Cruise, Cobie Smulders, Danika Yarosh, Start: 10.11.

Bewertungspunkte2

Mehr über Cookies erfahren