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„Jack und Jill“ im Kino

Jack und Jill

Auffällige Gegensätze zählen seit jeher zum komischen Repertoire. Insofern hat die Tatsache, dass Adam Sandler in „Jack und Jill“ gleich zweimal, und zwar in sehr unterschiedlichen Rollen, auftritt, fast schon eine Anmutung des Klasssischen. Hier kann der Gigant der US-Komödie („Zohan“), der zuletzt mit durchaus nachdenklichen Arbeiten („Funny People“) aufgefallen war, endlich wieder einmal richtig Blödsinn machen.
In der Rolle des Werbefilmers Jack ist er ein typischer amerikanischer, gutsituierter Familienvater, dann aber ist er eben auch noch Jill, die schrille Zwillingsschwester aus der Bronx. Dieses bedürftige Wesen, das Gefahr läuft, die ganze Umwelt plattzumachen, erregt bei einem Basketballspiel das Interesse von Al Pacino, der hier sich selbst spielt – inklusive seiner gravitätischen Shakespeare-Ambitionen, die ziemlich der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
„Jack und Jill“ gibt sich insgesamt deutlich zu familienfreundlich, um jemals eine angemessene Schärfe erreichen zu können, und fällt auch durch offensives Product Placement ein wenig unangenehm auf, sodass sich bei aller Feier des schrägen „Jill“-Faktors am Ende doch deutlich der biedere „Jack“-Faktor durchsetzt.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Sony Pictures

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Jack und Jill“ im Kino in Berlin

Jack und Jill (Jack And Jill), USA 2011; Regie: Dennis Dugan; Darsteller: Adam Sandler (Jack/Jill), Katie Holmes (Erin Sadelstein), Al Pacino (Al Pacino); 91 Minuten; FSK 0

Kinostart: 26. Januar

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